Die Markierungen auf der Oxfordstraße sind mittlerweile eingerichtet. Der Radverkehr wurde teilweise untersagt. Auf den restlichen Abschnitten gibt es nun statt vom Autoverkehr getrennter Radwege unsichere Radschutzstreifen.

Spendenziel weit übertroffen
Für die von mehreren Privatpersonen und vom ADFC Bonn/Rhein-Sieg eingereichte und vom Radentscheid unterstützte Klage zum Erhalt der sicheren Radwege auf Oxfordstraße und Adenauerallee wurde eine Spendenkampagne auf Betterplace eingerichtet. Diese erfährt großen Zuspruch. Nach nur etwa zweieinhalb Tagen war das Spendenziel von 10.000€ erreicht. Mittlerweile sind 20.000€ zusammengekommen.
Über 400 Einzelspenden zeigen eine breite Unterstützung für den Erhalt der Radspuren. Wie wichtig den Menschen die Radwege sind, zeigt sich an den immer wieder vorkommenden unerwartet hohen Einzelspenden von 50, 100 oder sogar 200€. Damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Wir danken sehr dafür. Aber natürlich danken wir für jede Spende – egal in welcher Höhe. Wir hoffen, dass durch diese Unterstützung die sicheren Radwege auf den Hauptverkehrsachsen der Bonner Innenstadt gerettet werden können.
Kinderärzte stellen Sicherheit von Kindern in den Fokus
Wir freuen uns sehr, das auch aus anderen Kreisen Forderungen zum Erhalt der sicheren Radwege kommen. 35 Bonner Kinderärzte haben in einem offenen Brief an den Bonner Oberbürgermeister Guido Déus den Erhalt der Radwege gefordert. Der Bonner Generalanzeiger berichtete (Artikel 1, Artikel 2).
Die Kinderärzte stellen insbesondere die Sicherheit für radfahrende Kinder in den Vordergrund und betonen, dass ausreichende Bewegung für Kinder und Jugendliche essentiell wichtig ist. In dem offenen Brief heißt es:
Ob Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule, zum Sportverein oder zu Freundinnen und Freunden gelangen, hängt maßgeblich davon ab, ob Eltern diese Wege als sicher einschätzen.
(aus dem offenen Brief der Bonner Kinderärzte)
Der Rückbau der Radwege zu Radschutzstreifen, auf denen auch Autoverkehr fahren darf, auf einer massiv vom Autoverkehr belasteten Straße ist vor diesem Hintergrund ein Schritt in die falsche Richtung.

Der offene Brief endet im letzten Absatz mit den Worten „Eine Verkehrskrise darf nicht zulasten der Schwächsten gelöst werden.“ Diesem Satz können wir uns als Radentscheid nur voll anschließen. Im Straßenverkehr geht die größte Gefahr vom Autoverkehr aus. Radfahrer und Fußgänger müssen daher besonders geschützt werden – insbesondere auf stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen.
Vielen Dank an die Bonner Kinderärzte für diesen offenen Brief!

Schreibe einen Kommentar