Demonstrationsaufruf_Radspuren

Fr. 11.09.26 Demonstration für Radspuren und -wege

Seit der Sperrung der Nordbrücke sind viele Menschen in Bonn auf’s Rad umgestiegen. Die Stadt beantwortet das mit dem Rückbau der sicheren Radspuren auf Oxfordstraße und Adenauerallee. Fahrradfahrende sollen ausgerechnet jetzt Sicherheit und Komfort aufgeben, ohne dass der Nutzen für den Autoverkehr belegt ist. Das akzeptieren wir nicht.

Gemeinsam mit ADFC, VCD und Fuß e.V. rufen wir zu dieser wichtigen Fahrraddemo auf. Kommt zahlreich, denn nur so werden wir sichtbar machen, wie viele Menschen betroffen sind. Wir starten am Freitag, 11.09.26, um 18:00 Uhr am Hofgarten und wollen mit dem Rad über die Adenauerallee und die Oxfordstraße fahren. Ziel ist der Münsterplatz, wo wir gegen 19:00 Uhr die Abschlusskundgebung planen. Wer nicht mit dem Rad unterwegs ist und uns unterstützen will, kommt gerne um 18:45 Uhr auf den Münsterplatz. Mit dieser Demo wollen wir unserer Forderung nach sicheren Radspuren gerade auf diesen beiden Hauptachsen Nachdruck verleihen.

Die Oxfordstraße ist eine wichtige Fahrradroute

Die Oxfordstraße ist eine wichtige Verbindungsstrecke, die nach einer Zählung der Stadt von über 6.000 Radfahrenden am Tag genutzt wird. Den Radverkehr hier durch Autostau und Schwerlastverkehr auszubremsen, ist gefährlich und kontraproduktiv. Fast jeder, der das Rad wieder stehen lässt, wird anschließend mit seinem Auto den Verkehr zusätzlich belasten.

Mehr Autospuren lösen kein Problem auf der Adenauerallee

Auf der Adenauerallee weisen die Zahlen der Stadt nach der Brückensperrung eine über 80% Steigerung des Radverkehrs aus. Im gleichen Zeitraum hat der Autoverkehr auf dieser Strecke nur um 5 % zugenommen. Jetzt die Radspuren zu entfernen ist ein reines Politikum. Guido Déus und die CDU haben im Wahlkampf versprochen die Adenauerallee wieder vierspurig für den Autoverkehr zu machen. Mit dem Argument der Verkehrsprobleme durch die Nordbrücke soll das jetzt schnell umgesetzt werden. Eine Notwendigkeit gibt es nicht. Vielmehr ist in unseren Augen klar, dass das Nadelöhr Koblenzer Tor und die viel belastete Kreuzung am Bertha-von-Suttnerplatz den Autoverkehr auf der Adenauerallee limitieren.

Unsere Forderungen:

  • Die Rad- und Umweltspuren auf der Oxfordstraße müssen wiederhergestellt werden!
  • Hände weg von den Radspuren auf der Adenauerallee! Wir haben die Nase voll von dem politischen Hick-hack ohne verkehrstechnische Evidenz.
  • Konsequenter, zügiger Ausbau sicherer Fahrradwege und -straßen insbesondere auf den Hauptstrecken und Velorouten. Bonn braucht in diesem Verkehrschaos das Fahrrad als schnelle und zuverlässige Alternative.
  • Zügige Verbesserungen beim ÖPNV. Bonn braucht zuverlässige und möglichst wenig staubelastete Busse und Bahnen.
  • Geh- und Radwegen, Kreuzungen und Überwegen müssen gerade bei Stau freigehalten werden! Davon profitieren alle Verkehrsarten.
  • Kein Transitverkehr durch die Bonner und Godesberger Innenstadt! Unsere Stadt muss für uns alle funktionieren und darf durch den Autoverkehr ihren lebenswerten Charakter nicht verlieren.
  • Oberbürgermeister und Ratsfraktionen: Nutzt die veränderten Verkehrsbedingungen, um Mobilität neu zu gestalten! Verkehre können verlagert werden. Die notwendigen Fahrten können reduziert werden.

Uns geht es nicht um ein einseitiges Wunschkonzert. Wir kämpfen für eine Verkehrslösung, die alle Chancen und Belange im Blick hält, neu bewertet und nicht alten Reflexen folgt. Es gibt weltweit viele gute Beispiele dafür. Rad- Fuß- und öffentlicher Verkehr sind dabei wichtige Teile einer menschenfreundlichen Lösung von der alle profitieren.

Kommentare

2 Kommentare zu „Fr. 11.09.26 Demonstration für Radspuren und -wege“

  1. Avatar von Cornelius
    Cornelius

    Schon krass, dass jahrelang über die Umgestaltung der Adenauerallee diskutiert/rumgetestet wird und jetzt einfach ohne wirklichen politischen Beschluss eine permanente Umgestaltung durchgesetzt wird. Und bei der Oxfordstraße siehts ja auch so aus, als wenn man nicht zur vorherigen Verkehrsführung zurück will.

    Schon komische, dass das alles Sachen sind die genau so im CDU-Wahlprogramm standen.

  2. Avatar von Hubert Arnold
    Hubert Arnold

    Vielleicht finanzieren wir dem Herren OB statt protzigem Dienstwagen lieber eine Rikscha mit Chauffeur. Meinetwegen elektrisch. Da kann der edle Herr sich weiterhin zu seinen Sitzungen kutschieren lassen und kommt trotzdem pünktlich.

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